Caravaggio: hingerissen von der grausamen Schönheit

Ankündigung meines Romans

Inhalt

Der Maler Michelangelo wird am Jahrestag des Heiligen Michaels in der Lombardei zwischen Bergamo und Mailand geboren. Früh verliert er den jähzornigen Vater , Francso Merisi, seines Zeichens ein Maurer und nur wenig später die Mutter, eine geborene Aratori und überaus religiöse Frau. Er wird sich, keineswegs unüblich für seine Zeit, nach dem Ort seiner Herkunft benennen und der Mann aus Caravaggio sein. (https://de.wikipedia.org/wiki/Caravaggio_(Lombardei))

Mailand

Möglicherweise ist er ein Bastard, der illegitime Sohn der aussterbenden Dynstie di Sforza. Mit 13 kommt er deshalb nach Mailand. Sein Talent fällt auf, doch die Entwicklung stagniert. Er entwickelt seine eigene Technik und Malstil: Sfumato (https://de.wikipedia.org/wiki/Sfumato), die seine Portraits wie dreidimensionale Fotos plastisch anmuten lassen und das auf den Kontrast von Hell und Dunkel basierende Chiarascuro (https://de.wikipedia.org/wiki/Chiaroscuro). Den Meister des Lichts nennen sie ihn. (https://www.deutschlandfunk.de/caravaggio-ausstellung-in-mailand-der-meister-des-lichts-100.html)

Nach einer ersten Gewalttat – er bricht seinem Meister Peterzano, der ihn zur Tugend ermahnt, die Nase – flieht er nach Rom, zusammen mit der Prostituierten Filide, Muse zahlreicher bedeutender Gemälde, u.a. Judith enthauptet Holofernes.

Rom

In Rom angekommen steigt er zum führenden Maler auf, obwohl oder gerade weil er so kompromisslos ist. Zu seinen wichtigsten Förderern gehören die Oratorier, einer von ihnen, vermutlich sein Entdecker, Kardinal Del Monte, lässt ihn bei sich wohnen und führt ihn in die besten Kreise ein. So gerät er auch an die Witwe des letzten di Sorza, eine weitere Gönnerin und einflussreiche Gastgeberin. Die Aufgräge folgen wie von selbst, das Leben wird zum Rausch und im Fest verliert Caravaggio den Boden. Er sucht im Milieu der Halbwelt, in Faustkämpfen und Duellen, was ihm dersaturierte und blasierde Adel nicht bieten kann. https://www.schwarzaufweiss.de/rom-reisefuehrer/caravaggio.htm

Als es fast so weit ist, dass der Papst seine Bilder in den Petersdom neben denen Michealangelos, da Vincis und Rafaels sehen möchte, kommt es bei einem Ballspiel zum Mord an einem reichen römischen Patrizier, der den Jähzorn des Heißsporns bis aufs Blut reizt. Aus dem Maler ist ein Mörder geworden – nach zahllosen Prozessen und Verhaftungen die logische Folge und das scheinbare Ende einer Gewaltspirale. Neu ist nur die Erfahrung, dass ihn selbst die Gönner nicht mehr vor dem Kirchenbann und der Exkommuniaktion nicht schützen knnen – zu einflussreich ist die Familie des Opfers. Caravaggio muss fliehen, will er nicht noch einmal ins Gefängnis, womit ihm eine traumatische Erfahrung verbindet.

Seine Odyssee der Flucht führt ihn über Genua und Neapel nach Malta- überall hinterlässt er Bilder als Spuren und Ikonografie seines seelischen Zustands. Enthauptungen und Mordszenen nehmen kein Ende. Durch den Ritterschlag des Malteserorden steht er kurz vor einer Begnadigung, als er abermals im Duell einen Adeligen tötet. Befreit aus dem Kerker flieht er nach Sizilien. (https://www.arte.tv/de/videos/097327-000-A/malta-caravaggios-refugium-zwischen-hell-und-dunkel/)

Messina und Syrakus

Auch auf der italienischen Insel, wie Neapel zu damaligen Zeiten in spanischen Händen, muss Caravaggio auf der Hut sein: neben den Getreuen des Papstes verfolgen ihn die Angehörigen seiner Opfer und fordern Blutrache. Da er als Mörder für vogelfrei erklärt wird, kann ihn jeder ungestraft töten. Noch einmal gelingt es ihm, sich auf seine genialen künstlerischen Ausdrucksmittel zu besinnen, noch einmal wagt er etwas Neues in seiner unnachahmlichen Art, Farben herzustellen, Leinwände zu bearbeiten und ohne Aufriss zu gestalten, so dass ihm Schüler aus Italien folgen und die Kopien seiner Werke ihn immer populärer machen. Doch die Sicherheit reizt ihn nicht, er will zurück und schifft sich nach Neapel aus. (https://womotouren.com/2020/04/11/caravaggio-in-syrakus-der-besuch-einer-bilderbuchstadt/)

Bild wie die Collagen von Carravaggios Gemälden von Belinda Helmert

Porto d´Ercole

Als er die Begnadigung erhält, haben ihn seine Häscher aufgespürt. Bereits in Neapel wird er unveorsichtig und gestellt. Schwer verletzt rettet er sich in die Toskana, um sich nach Rom auszuschiffen. Auf der Heimreise wird er mit einem gewöhnlichen Verbrecher verwechselt und festgenommen. In Rom ist ein Kampf zwischen seinen Freunden und Feinden entbrannt (https://artinwords.de/caravaggio-in-rom-freunde-und-feinde/)- wie einst um das Leben des gefangenen Griordano Bruno, der nach sieben Jahren haft auf dem Scheiterhaufen in Rom verbrannt wurde. Am Herkulestor nahe des Silberberges entsteht sein letztes Gemälde: Die Enthauptung des Goliaths mit seinem eigenen abgeschlagenen Kopf.

Am Ende stirbt er am Wundbrand. (https://www.wissenschaft.de/magazin/weitere-themen/archetyp-des-verruchten-kuenstlers/) Sein Tod am Monte Argentario Monte Agregentino gibt bis heute Rätsel auf.

Silberberg in der südlichen Toskana bei Porto d´Ercole

Struktur des Romans

Fünf Kapitel folgen chronologisch dem Leben des Ausnahmekünstlers: Bluthochzeit seiner Kindheit in Caravaggio, Faulende Früchte der Lehrzeit in Mailand, Römische Nächte über die turbulenten Jahre in der Ewigen Stadt, die Farbe des Fleisches beschreibt sein vierjähriges Exil und Sterbegeburt die letzte Etappe in der Toskana. Abwechselnd wird aus der Perspektive des Malers und der Geschichte seiner Epoche erzählt, beginnend mit der Hugenottenverfolgung in Frankreich über die öffentliche Verbrennung des Häretikers Bruno bis zum letzten Papst in der Ära Caravaggios, der ihn, nur aus Liebe zu seiner Gabe, trotz zweifachen Mordes an Adeligen, vom Kirchenbann erlöste. Dabei werden die Bilder, Entstehung und Fertigung und die Darstellung ihrer originalen Schauplätze eingebettet. Der Roman ist sorgsam recherchiert, was Kleidung, Orte und Farbherstellung betrifft. Die Prozessakten geben Kunde vom Verlauf der Gewaltdelikte und der Inhaftierung des Künstlers, der zwei Seiten wie eine in sich gleich einer Hortensie vereinte, die in seinen Gemälden zum Ausdruck gelangen.

Pfingstrose im Garten, von Belinda Helmert

Philosophie

Neben der Geschichte des Malers, der Übergangs-Epoche der Renaissance und dem Barock , der Technik des Malens und dem Stand der, ist es vor allem ein philosophischer Roman mit zahlreichen Zitaten und Gedanken historisch verbriefter Figuren, Künstler und Wissenschafter. Im Mittelpunkt steht dabei die Philosophie des Rebellen Giardano Bruno, da dessen Gedanken, dass Gott die Natur ist und alle Schöpfung eine Frage von Licht und Schatten, eine Entsprechung in Caravaggios Bildern findet. Auch erfand sich jahrelang auf der Flucht und in Gefängnissen wieder. (https://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/geschichte/artikel/giordano-bruno), weil Menschen, die anders dachten und unbequeme Fragen stellten zu allen Zeiten als gefährlich angesehen wurden., vor allen von den Herrschenden, die um ihren Einfluss fürchten mussten. Dies galt auch für Caravaggios Feinde und nicht nur neidische Kollegen. Vor der unangenehmen Wahrheit verschließen viele freiwillig ihre Augen, was den Roman trotz seiner Rückblende auf über 400 Jahre eine gewisse Aktualität verleiht.

Coca Cola Abriss-Pary, Foto Belinda Helmert

Der 370 Seiten umfassende Roman kann über mich (berndoei@kontakt.de) bestellt werden und wird für 40 € zugesendet.

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