Ernst Bloch: Prinzip Hoffnung

Foto Belinda Helmert, Treibhaus Bremen, Martinshof im Winter

Wieviel Utopie braucht und verträgt der Mensch heute?

Ernst Bloch wird fälschlich als Marxist bezeichnet, zumindest nach seiner eigenen Auffassung nach. Der in Lundwighafen geborene Philosoph wurde als DDR-Vorzeige-Akademiker (Uni Leipzig) und Klassenfeind zum Kapitalismus gehyped – ging aber (nicht ganz ) freiwillig nach dem Mauerbau in die BR und unterrichtete von 61 an in Tübingen.

Foto: Belinda Helmert, ehem. Coca Cola Gelände, Mauer und Schutt

Er interressierte sich genauso für Hölderlin (siehe die Univerität Siegen, wo sein Wahlspruch „Hoffnung ist ins Gelingen verliebt“ als Banner neben Hölderlins Credo aus Patmos: „Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch“ das Apollo-Tehater zierte) wie für Marx und hielt den Stoizismus für den Kern von Marxismus, insbesondere in der Ausprägung Trotzkis als der letzten gescheiterten Utopie von der permanenten Revolution.

Das heute berühmteste Werk Blochs „Prinzip Hoffnung“ – dreiteilig – entstand zwischen 1954 und 59, also im Osten, als Bloch gewahr wurde, dass es nichts werden würde mit dem realen Humanismus bzw. Sozialismus unter der Herrschaft einer Einheitspartei, die vorgab, aus den Fehlern des Faschismus die notwendigen Konsequenzen gezogen zu haben und eine klassenlose Gesellschaft (Volksdemokratie) aufzubauen. Geschrieben wurde es hauptsächlich und pikanterweise im amerikanischen Exil zur Zeit des Zweiten Weltkrieges.

Foto Belinda Helmert, Trümmerwüste Abriss Coca Cola Gelände Hemelingen, Bremen

1500 Seiten unmfasst die Trilogie; Band 1 „Tagträume“ umschreibt die Grundrisse einer besseren Welt mit ihrem Kulminationspunkt, dem Marxismus; Band 2 „Grundrisse einer besseren Welt“ beschreibt Grundrisse der Mythen (soziale Utopien) wie sie die Wissenschaft (Mythos der Technik) zeitigt und verformt; Band 3 „Wunschbilder des erfüllten Augenblicks“ analysiert Grundrisse von Moral als Hoffnung für ein besseres Leben, wobei Bloch in seinem „Marxismus aus eigener Faust“ häufig literarische Anleiehen nimmt, z. B. bei Dostojewski, der zu seinen Lebzeiten unter Kommunisten verboten wurde.

Die Frage lautet: wieviel Hoffnung braucht der Mensch und wie viel davon verträgt er, so dass er sie auch umzusetzen wagt? Zunächst muss man Blochs Begriff der Hoffnung verstehen , der zwei Pole, den Rationalismus und den Irrationalismus (Mystik) annähert. Dann den Unterschied zwischen Marxismus und dialektischen Materialismus würdigen und zuletzt auch die Differenz von Moral und Ethik bzw. Utopie als Traum und als Mythos. Denn Utopie ist eine Brücke zur Menschlichkeit – Traum, Vision, aber auch Notwendigkeit zu handeln und aus den vielen Möglichkeiten eine Wirklichkeit zu erzeugen.

Brücke Lankenauer Höft, PusdorfTWoltemershausen, Bremen

Differenzierung Marxismus und dialektischer Materialismus

Während der orthodoxe Marxismus ein Ideal der Gleichheit verfolgt, ist das Ziel Blochs Gerechtigkeit, die durchaus individuelle Spielräume zulässt. Vobild bleibt Hegels Dialektik von Freiheit (Herr) und Notwendigkeit (Knecht), die sich wechselseitig bedingen und anerkennen. Solidarität darf nicht mit der Partei oder Interessengemeinschaft verwechselt werden sondern muss alle Menschen einschließen und mehr freiwillige Pflichten, positive Freiheit für einen Wert enthalten und darf deshalb weniger Zwang, negative Freiheit, gegen ein System entwickeln. Daher spricht Bloch ähnlich wie Karl Popper von einer offenen Gesellschaft als Ziel des dialektischen Materialismus. Wo der Marxismus ökonomische Gleichheit des Bürgers voraussetzt, etabliert Bloch die Diversität und Heterogenität einer pluralistischen Werte-Gemeinschaft, dem Kommunitarismus.

Leider werden Begriffe wie Moral und Ethik oder dialektischer Materialismus und Marxismus synonym gebraucht, dadurch Schattierungen verwischt: am Ende bleibt ein Scharz-Weiß Dualismus, der prägend erscheint für den Umgang in heutiger Zeit, in den Debatten, die den Kalten Krieg und Lager-Ideologien wieder aufleben lassen.

Freiheit und Ordnung sind harte Gegensätze in abstrakten Utopien, gehen jedoch in der materialistischen Dialektik ineinander über und stehen sich bei.“

Bloch spricht zur Abgrenzung auch von Kommunitarismus (Gemeinschaftssinn) anstelle von orthodoxen Marxismus. Es geht ihm dabei primär um die Vereinbarkeit von Freiheit und Notwendigkeit, um aufgeklärte, mündige Bürger und nicht ein Zwangs-Kollektiv, das Andersdenkende ausgrenzt. Das Hauptaugenmerk bleibt auf die Verhinderung von Isolation und Entfremdung oder auch Spaltung innerhalb der Gemeinschaft gerichtet.

Während der orthodoxe Marxismus ein Ideal der Gleichheit verfolgt, ist das Ziel Blochs Gerechtigkeit, die durchaus individuelle Spielräume zulässt. Vobild bleibt Hegels Dialektik von Freiheit (Herr) und Notwendigkeit (Knecht), die sich wechselseitig bedingen und anerkennen. Solidarität darf nicht mit der Partei oder Interessengemeinschaft verwechselt werden sondern muss alle Menschen einschließen und mehr freiwillige Pflichten, positive Freiheit für einen Wert enthalten und weniger Zwang, negative Freiheit, gegen ein System entwickeln. Daher spricht Bloch ähnlich wie Karl Popper von einer offenen Gesellschaft als Ziel des dialektischen Materialismus. Wo der Marxismus ökonomische Gleichheit des Bürgers voraussetzt, etabliert Bloch die Diversität und Heterogenität einer pluralistischen Werte-Gemeinschaft. Während der orthodoxe Marxismus sein Ideal der Gleichheit zu Lasten der Freiheit des Individuums verfolgt, ist das Ziel Blochs Gerechtigkeit für alle, die durchaus individuelle Spielräume zulässt.

Diffrenzierung von Moral und Ethik

Bloch interpretiert Hegels eschatologisches (erlösendes) Prinzip der „List der Vernunft“ als geschichtlich begründetes Prinzip Hoffnung in der Moral. Thesis ist, utopische Vorstellungen tragen bereits das materielle Potential zur moralischen Veränderung der Gesellschaft in sich, den Erkenntnisgrund. Dabei ist Moral die „subjektive Wahrheitsfindung in einem Prozeß“; Ethik dagegen das „objektive Prozessende“.

Wie der Realgrund immer der bereits verwirklichte Teil des Erkenntnisgrundes ist, so die Ethik ein faktisch gewordenes und verallgemeinertes Prinzip der Moral in ihrem utopisierenden Charakter. Die Moral wie jede Utopie entwickelt sich permanent weiter, da sie auf das Bewusstsein vom Noch-Nicht-Sein, also dem Potential beruht. Sie kann durchaus regressiv und verklärend wirken. Beispiel liefert Platons Ordnungs- Utopie unter Bezug auf ein goldenes Zeitalter; eine solche Utopie (wörtlich Nicht-Ort) bleibt immer hierarchisch und einer Klassengesellschaft verfplichtet. Die von Bloch angestrebte progressive Utopie ist klassenlos und wird vom Prinzip der Solidarität getragen.

Belinda Helmert: Skulpltur eines unbekannten Künstlers Wallanlagen, Bremen

Moral zielt auf eine mystisches Sehnsucht, auf einen Sollzustand ab. Ethik hingegen bleibt im Gegenwärtigen verhaftet, dem Istzustand. Das Ethos widerspiegelt den gesellschaftlichen Reifezustand, die Moral hingegen das utopische Prinzip Hoffnung, auch dann noch einen Baum zu pflanzen, wenn morgen die Welt unterginge. Die Annäherung an das ersehnte Ziel, die Gesinnung unermüdlichen Träumens, macht den Charakter positiver Freiheit aus: „Unsere Enkel kämpfens besser aus„.

Vorbild bleibt Hegels Dialektik von Freiheit (Herr) und Notwendigkeit (Knecht), die sich wechselseitig bedingen und anerkennen. Solidarität darf nicht mit der Partei oder Interessengemeinschaft verwechselt werden sondern muss alle Menschen einschließen und mehr freiwillige Pflichten, positive Freiheit für einen Wert enthalten und weniger Zwang, negative Freiheit, gegen ein System entwickeln. Daher spricht Bloch ähnlich wie Karl Popper von einer offenen Gesellschaft als Ziel des dialektischen Materialismus.

Der historisch dialektische Materialismus erkennt in den Utopien progressive Vorwegnahme moderner Gesellschaften. Reale Vorbilder sind die Stoa (Antike) mit ihrem Weltstaat und Thomas Morus (Scholastik) mit seinem Ideal vom selbstständigen und freien Individuum, der seine Leistung freiwillig in das Gemeinwohl einspeist oder gibt Joachim Fiores (Renaissance) Reformation den Vorzug vor der Luthers., die Marx und Engels den Nährboden bereiten. Das substantielle Prinzip der Solidarität, der Hoffnung und der positiven Freiheit, liegt in allen sozialen Utopien vor (im Gegensatz zu den reaktionären wie der Platons, Campanellas oder Hobbes). Jede soziale Utopien mit revolutionärem Charakter basiert auf Freiwilligkeit, Einsicht und Gerechtigkeit und kennt keinen Zwang. Alle sind gleichermaßen Herren, aber niemand herrscht über den anderen.

Es kommt darauf an, an die Hoffnung Philosophie zu bringen, das Hoffen zu lernen, das als Noch – Nicht – Bewußtes, Noch- Nicht -Gewordenes den Sinn aller Menschen und den Horizont alles Seins erfüllt . Ihr Raum ist die objektiv-reale Möglichkeit innerhalb des dialektisch-materialistischen Prozesses.“

(Bloch, Vom Geist der Utopie)

Kapitalismus verbietet sich als Ethik von selbst, da

das zur „Selbstentfremdung, Entmenschlichung … und zum `Zur-Ware-Werden‘ aller Menschen und Dinge führt“.

Orthodoxer Marxismus jedoch ebenso, daher muss ein Marxismus auf eigene Faust erprobt und schrittweise verbessert werden, damit er zu einem realen Sozialismus bzw. Humanismus reifen kann. Man kann von einer Revitalisierung sprechen, nach der brutale Niederschlagung der ungarischen Revolution und den Schauprozessen Stalins ist für Bloch dessen Utopie so wie die der Französischen Revolution in einer Sackgasse und Konter-Revolution gemündet. Viele polische Utopien entpuppen sich als Fälschung, die echter wirkt als das Original. Bloch beklagt den Verlust des Menschlichen im System.

Der Mensch braucht für seine Orientierung stabile Ordnung Vorbilder, Moral, Hoffnung – doch nur schrittweise kann sich diesen Idealen angenähert werden. Zuviel Veränderung, noch dazu mit Gewalt herbeigeführt, kann laut Bloch nur schaden. Daher hält er dem Atheismus entgegen, reine Rationalität führe nichts ins Paradies des Diesseits. Die Eschatologie orthodoxer Kommunisten basiert auf religiöse Erlösungsfantasie oder sterilen Pragmatismus.

Es kommt es darauf an, das Hoffen zu lernen. Seine Arbeit entsagt nicht, sie ist ins Gelingen verliebt statt ins Scheitern.“

Foto Belanda Helmert, Gittertor Bürgerparkallee, Bremen

Utopie als unsichtbarer Baustein und Luftschloss

Hoffnung ist keineswegs nur Gefühl, Moral nicht nur Gewissen, Solidarität nicht Klassenkampf oder Klassenbewusstsein, Traum nicht irrational und Mystik nicht esoterisch – das gilt es zu verstehen. Utopien sind die unsichtbaren Bausteine – „Luftschlösser“ unserer Existenz, deren Wurzeln bereits im Märchen liegen. Sterben die Utopien, so auch die Gegenwart, denn die Gegenwart ist das eigentliche Medium des „Nirgendwo„.

Ohne Utopie gedeiht keine Hoffnung, ohne Hoffnung kein Bewusstsein für das Noch-Nicht-Entdeckte und damit Nicht-Erkannte. Folglich inkludiert utopisches Denken auch unbewusstes Leben. Revolutionäre Utopien zielen auf die Gesellschaft und wirken der Vereinzelung entgegen, sind aber nur jene, die den Menschen in seinen positiven Freiheits-Streben fördern und daher durchaus mit Indivdualismus vereinbar. Nicht die Ideologie, sondern die materiellen Voraussetzungen des gegenwärtigen Lebens erklären das notwendige Entstehen von Utopien als soziale Gesellschaftskritik und als „Recht suchender Traum„.

Differenzierung von (konkreter) Utopie und (abstraktem) Mythos

Der westliche Irrrationalismus wurzelt in seinem fatalen Glauben an Technik. Er verwechselt Utopie mit Mythos. Alle westlichen Mythen sind letztlich technische Utopien und münden in eine „Menschmaschinenchimäre„. Utopie istdie Fähigkeit des Menschen, zu träumen“ und dabei „märchenhafte Projekte“ zu entwerfen. Der Mythos hingegen ist die „Aneignung der Utopie“ zu einem gewissen Zweck. Wie Utopie geistige Heimat und Erkenntnisgrund entspricht, so bildet der Mythos die Nation und formt den Staat, die Ökonomie. Der Traum dient als Antizipation des Möglichen, als Kern des utopischen Potentials; zum Mythos macht ihn seine Vereinnahmung und Deutungs-Oberhoheit. Im Mythos erlischt die natürliche Dynamik; er erstarrt in Ideologie (z.B. Platons goldenes Zeitalter und Atlantis)

Veränderung ist real konkret möglich, weil Utopien immer einen Realgrund enthalten, der mehr ist als bloßer Wille. Der reale Sozialismus schafft ökonomische Voraussetzungen für diesen Wandel, muss aber vom Einzelnen verinnertlicht und nicht staatlich verordnet werden. Daher geriet Bloch in Dissens mit der Ex-DDR. Faktum bildet die reale Möglichkeit der Hoffnung bzw. des utopischen Denkens, die Bloch „Prozess-Materie“ heißt.

Nun haben wir zu beginnen. In unsere Hände ist das Leben gegeben.“

Das Material muss prozesshaft und in seiner Richtung bestimmt werden, dem Leben ein Sinn, eine Form abgerungen werden – von sich aus ist es nur als reales Potential da. So steckt in jeder Ethik eine latente Tendenz zur Verwirklichung der Moral.

Die latente Tendenz zur Verwirklichung von Utopien steckt in den Dingen selbst, die Menschen müssen sie nur entdecken.“

Dazu gehört eine Politik des Ausgleichs, wie sie bereits Campanella in „Der Sonnenstaat“ fordert. Der Marxismus allein ist zu kalt wie Hegels Negen ein Nordpol bleibt. Dem muss ein Komplementär, ein Südpol beigestellt sein, die Bloch in der Mystik, z.B. Dostojewskis oder in Meister Eckhard findet. Gesellschaftlich sollen sich im Sozialismus Ober- und Unterbau ergänzen und ebenso Theorien komplettieren. Am Krieg der Ideologien ist Bloch nicht gelegen und die Überwindung von Feindbildern eines seiner Anliegen für eine „konkrete Utopie“.

Prinzip Hoffnung

Utopie blebt wie das Hoffen eine Transzendentalie, folglich nicht ein Glauben oder Fühlen, sondern ein mögliches Erkennen. Sie erschöpft sich nicht im Religiösen, denn deren Hoffnung bleibt transzendet, also uneinsehbar, da Gott bzw. Gottes Reich nicht erkennbar ist (laut Kant eine regulative Idee im Bewusstsein). Mit anderen Worten: Denken ist, weil es erkenntnis-ermöglichend ist, ein permanenter Prozess der Transgression:

„Denken heißt Überschreiten“.

Jeder Einzelne ist selbst verantwortlich, wie weit er sich entwickeln und Potentiale freilegen möchte oder sich dieser Möglichkeit geistigen Wachstums verweigert. Stlle dir vor es ist Krieg und keiner geht hin. Was wie ein Märchen klingt, hängt auch von deiner persönlichen Haltung ab. Wer Waffen oder Munition liefert, stimmt im Grunde nicht dem Frieden, sondern dem Krieg zu unter dem Vorbehalt, militärisch der guten „gerechten“ Seite zu dienen.

Foto Belinda Helmert, Hastedt (Graffiti)

Um es mit den Worten Vaclav Havels zu pointieren: Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht. In Blochs Augen ist der Mensch verpflichtet zu hoffen und in der Hoffnung zu handeln.

Fazit: Utopien muss man lernen

Die Moral geht der Ethik voraus und nicht invers. Das Subjekt wählt nicht aus vorgeschriebenen Alternativen des Daseins, sondern erzeugt durch Utopisierung die Voraussetzungen für normative Gesetze und Handlungen. „Gelungene Ethik“ ist daher stets ein „offenes System“; sie scheitert, wenn sie die sie ermöglichende Moral verabsolutiert und die Herstellung der Gemeinsamkeit wichtiger als die Koexistenz des Unterschiedes nimmt. Nur in der Differenz und der steten Weiterentwicklung ist Freiheit des Subjekts (Moral) aufgehoben im Notwendigen des Objekts. Wir müssen folglich Denkblockaden und Privilegien aus historischen Denk-Schemata preisgeben wollen, um eine bessere Zukunft zu wagen. Ob sie gelingt, hängt von unserer Reife ab:

Jubel über große technische Fortschritte ist allemal nichtig, wenn die Klasse und der Zustand der Klasse nicht mitgedacht werden.“

Bloch interpretiert Hegels List der Vernunft als durch die Geschichte (materiale Anwesenheit) begründetes Prinzip Hoffnung in der Moral. Diese List besagt, dass utopische Vorstellungen bereits materielles Potential zur moralischen Veränderung in sich tragen. Utopien spiegeln folglich Vernunft als immer konkrete – materiale Hoffnung wieder. Sie sind rational und gleichzeitig transzendental, da sie auf die Möglichkeit des Nochnichtverwirklichten abzielen. Utopien fallen nicht vom Himmel und Lufschlösser sind nicht Wolken-Kuckucksheime, sondern gedankilche Vorbauten und konkrete Baupläne für die Organisation von Gesellschaft, sprich sozialen Realismus, der sich aus dem seinerzeit realen Sozialismus entwickeln muss. Gemeinhin bildet der gesamte Stoff Leben Utopie und der Tod die einzige Nicht- oder Gegen- Utopie, da sie keinerlei Möglichkeit birgt. So lässt sich das prinzip verstehen „die Hoffnung stirbt zuletzt“.
Weiterführende Informationen zu Bloch:

https://intersoz.org/ernst-blochs-philosophie-des-revolutionaeren-marxismus/; https://www.boch.de/wissenschaft

Video: https://www.youtube.com/watch?v=vnE7aPJD9jI

Zitate: https://beruhmte-zitate.de/autoren/ernst-bloch/

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